Katholischer Sozialdienst Hamm

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Was uns bewegt ...

Ein Leitbild für die Schublade?

Zugegeben: Wir sind nicht genauso und wir handeln nicht immer so, wie unser nachstehendes Leitbild es beschreibt…, aber wir wissen, dass Haltungen, Überzeugungen und Werte das Handeln prägen und bestimmen und daher von großer Bedeutung sind. Deswegen fragen wir uns – und andere – danach, deswegen versuchen wir in Worte zu fassen, was uns wichtig ist und lassen uns daran messen.

Der folgende Text ist ein Auszug aus der Trägerbeschreibung des KSD aus dem Jahr 2005.

Dem Evangelium verpflichtet

Grundlage der Arbeit ist das christliche Menschenbild des Neuen Testamentes. In der Theologie finden sich vielfältige Ausformulierungen des Grundgedankens: Der von Gott geliebte Mensch besitzt eine unveräußerliche Würde und Einzigartigkeit, das Recht und die Pflicht zur Entwicklung und Entfaltung seiner Talente und Persönlichkeit, eine Ausrichtung auf Gott und die Verpflichtung zum solidarischen Handeln. Diesem Grundgedanken Raum zu verschaffen und konkret werden zu lassen ist der Auftrag des KSD.

Der KSD als Teil der Caritas

Der KSD mit seinen Trägervereinen versteht sich als Teil der Caritas und damit als Teil der katholischen Kirche. Wir wissen um das caritative Handeln als Wesensäußerung der Kirche und unverzichtbare Säule christlichen Lebens.
Der KSD strebt auf der Grundlage juristischer und organisatorischer Selbständigkeit die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen, Verbänden, Gemeinden, Gruppen und Akteuren an. Dabei sind die ökumenischen Fragen Anliegen und Auftrag für die Arbeit.

Die 7 Sätze der Caritas

Der Auftrag Jesu Christi muss und kann immer wieder neu übersetzt und gelebt werden. Dazu ist die Formulierung eines Leitbildes sinnvoll und hilfreich, doch entscheidend ist die Praxis, das konkrete Handeln vor Ort in der Dienstgemeinschaft, im Umgang mit Ratsuchenden, Vernetzungs- und Kooperationspartnern.
Der Diözesancaritasverband Münster hat in einem Beteiligungsprozess die "7 Sätze der Caritas" entwickelt. Diese 7 Sätze - ein Kernsatz und sechs Leitsätze - beschreiben die wesentlichen Aspekte der caritativen Arbeit, wie wir sie verstehen:
 

  1. Menschen bewegen - Caritas
  2. Wir nehmen Menschen an wie sie sind
  3. Unser Anliegen ist das Wohlergehen der Menschen in materieller, körperlicher, geistiger und seelischer Hinsicht
  4. Wir stärken die Eigenkräfte der Menschen, fördern ihre Selbständigkeit und achten ihre Würde
  5. Wir entwickeln neue Strategien und Projekte der Hilfe, orientieren uns am Gemeinwohl und arbeiten wirtschaftlich
  6. Unsere selbständigen Verbände und Einrichtungen orientieren sich an den Bedürfnissen vor Ort und bieten Arbeitsplätze sowie die Möglichkeit des freiwilligen sozialen Mitwirkens
  7. Wir handeln als Teil der Kirche; unsere vorrangige Option gilt den Armen und Schwachen

(Zu allen Sätzen gibt es erläuternde Ausformulierungen, die den hier zur Verfügung stehenden Raum sprengen würden)
 

Zusammenwirken von Ehrenamt und Hauptamt

Der Sozialdienst katholischer Frauen wurde 1907 und der Sozialdienst Katholischer Männer 1913 durch sozial engagierte Frauen und Männer aus christlicher Verantwortung für Mitmenschen in Not in Hamm gegründet.
Nachdem zunächst die Arbeit ausschließlich ehrenamtlich gestaltet wurde reichte dies aufgrund sich verändernde gesellschaftlicher Bedingungen und damit auftretender sozialer Probleme nicht mehr aus und forderte den Einsatz hauptamtlicher Arbeit.
Die sinnvolle Ergänzung ehren- und hauptamtlicher Arbeit gehört seither zum Selbstverständnis beider Vereine und ist für die Erfüllung der vielfältigen Aufgaben unverzichtbar.

Zusammenarbeit von SkF und SKM

1975 bildeten die Trägervereine eine Arbeitsgemeinschaft, um ihre satzungsgemäßen Ziele und Aufgaben wirksamer und zeitgemäß erfüllen zu können. Diese Kooperation mündete in der Gründung der Arbeitsfimierung "Katholischer Sozialdienste Hamm". Beide Trägervereine verpflichteten sich zur gegenseitigen Kooperation, Information und Solidarität auf der Basis eigener Autonomie und Rechtsfähigkeit. Die vertrauensvolle und erprobte Zusammenarbeit ist ein grundlegender und tragender Wesenszug des KSD.

Im Jahre 1991 gründeten engagierte Frauen in Werne den Sozialdienst katholischer Frauen e. V. Um die Kräfte in schwieriger werdenden Zeiten zu bündeln und um die Zukunfsfähigkeit der Verbände zu stärken wurden im Jahr 2009 umfangreiche Kooperationsgespräche zwischen dem KSD Hamm und dem SkF Werne geführt, die 2010 in einer Fuison ("Verschmelzung nach dem Umwandlungsgesetz") mündeten. Unter dem Titel "Katholische Sozialdienste Hamm-Werne" wird nun die Arbeit in der Stadt Hamm und im Kreis Unna gemeinsam fortgesetzt.

Zusammenarbeit mit anderen Akteuren

Um den bestehenden Herausforderungen wirksam begegnen zu können sind die Bündelung von Ressourcen und die Kooperation und Vernetzung mit anderen Institutionen, Behörden, Verbänden, Gruppen, Personen und Initiativen sinnvoll und hilfreich. Deswegen arbeitet der KSD vernetzt und schließt im Einzelfall bei Bedarf Kooperationsvereinbarungen mit anderen Akteuren ab. Dabei ist die Kooperation kein Selbstzweck, sondern muss nachweislich zur besseren Zielerreichung dienen. Der KSD wahrt die Eigenständigkeit und die spezifischen Charaktere seiner Kooperationspartner, erwartet aber seinerseits auch die Respektierung seiner Eigenständigkeit. Er strebt partnerschaftliche und solidarische Kooperationen an.

Beratungs- und Hilfeprozesse

In der Arbeit mit den Ratsuchenden / Klienten stehen folgende Aspekte im Vordergrund:

  • Respekt und Akzeptanz gegenüber der jeweiligen Biographie und 
    den Lebensbewältigungsstrategien der Klienten
  • ganzheitliche, systemische Betrachtungsweise
  • lösungs- und ressourcenorientierter Beratungs-/hilfeansatz
  • weitmöglichste Wahrung der Autonomie / Selbstbestimmung der Klienten
  • möglichst konkrete, effektive, niedrigschwellige und nachhaltige Hilfen

    Der KSD ist offen für Menschen unabhängig von Geschlecht, Alter, Weltanschauung, Konfession, Herkunft und Lebensform und strebt einen konstruktiven Dialog an. Er fördert Integrationsprozesse auch mit dem Ziel den sozialen Frieden zu erhalten bzw. zu schaffen.


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